Aktuelles aus dem Fachbereich Flexi - Junge Volkshochschule
Am 02.01.2010 startete in der Wedemark der Aufbau eines Talente-Netzwerkes. Bürgermeister Tjark Bartels stellte das durch das Land Niedersachsen mit 100.000 € geförderte und auf zwei Jahre angelegte Projekt der Öffentlichkeit vor. In Kooperation mit dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Erziehung (nifbe) an der Universität Osnabrück und der vhs Hannover Land will die Gemeinde Wedemark im Rahmen dieses Modellprojektes die frühkindliche Talenteentwicklung auf eine systematische Fördergrundlage stellen.
Talentförderung wird in Deutschland bislang nicht systematisch betrieben. Tatsächlich befassen sich bundesweit nur einige wenige Einrichtungen mit diesem Thema, im Unterschied zur so genannten Hochbegabtenförderung, die zwar ebenfalls nicht systematisch betrieben dafür aber schon mehr – wenn auch teilweise negativ ‐ im öffentlichen Bewusstsein verankert ist. Die Verhältnisse in der Region Hannover und wie die der Gemeinde Wedemark dürften sich insofern nicht von denen anderer Großstadtregionen unterscheiden.
Die Eltern und besonders die Erzieher/innen in den Kindertagesstätten haben eine Schlüsselrolle für die Entdeckung und Förderung von Talenten. In jedem Fall handelt es sich um Kinder mit besonderen Bedürfnissen.
50 Prozent der Begabungen unerkannt
In Niedersachsen ist die Begabungsförderung zwar gesetzlich verankert. Dennoch bleiben mehr als 50 Prozent der Begabungen unerkannt. Dies betrifft insbesondere Kinder aus bildungsfernen und sozial schwachen Elternhäuser sowie Kinder mit Migrationshintergrund, die meistens institutionell nicht erreicht werden. Ähnliches gilt für Kinder, bei denen eine Behinderung vorliegt, wobei besondere Begabungen paradoxerweise mit Lernschwierigkeiten wie z. B. Rechenschwäche, Lese‐ und Rechtschreibschwäche oder ADHS einhergehen können.
Das Erhalten des Status quo bedeutet, dass schöpferische Begabungen und Fähigkeiten (Gaben) in großem Stil verschwendet werden, was weder aus Sicht der individuell Betroffenen noch aus gesellschaftlicher Sicht zu rechtfertigen ist. Die Kooperationspartner gegen davon aus, dass jeder Mensch mit mehr oder weniger Talenten - Gaben - ausgestattet ist, die meistens im Verborgenen liegen.
Um welche Talente geht es?
Die nicht offenkundigen Talente, insbesondere bei Kindern in den bildungsfernen Schichten - sollen in folgenden Bereichen möglichst früh entdeckt und früh gefördert werden:
Das Ziel des frühen Entdeckens von Talenten in diesen Bereichen soll auf folgende Art und Weise erreicht
werden:
Die jungen Talente sollen durch Indivual‐ und/oder durch Gruppenmaßnahmen gefördert werden, je nachdem, welches Talent das jeweilige Kind hat und welche Betreuung es bedarf:
Um zunächst möglichst viele Talente zu entdecken, kommt es darauf an, Kindern in ihren alltäglichen Lebensräumen zu begegnen, sei es in Familien, Kindertagesstätten oder in anderen Einrichtungen, wo Kinder spielen. Die weite Spanne der Bedürfnisse begabter Kinder bedarf einer sensibilisierten und geschulten Wahrnehmungsfähigkeit durch Erzieher/innen und anderer Vertrauenspersonen. Ihr Einfühlungsvermögen, ihre Fachkompetenz und ihr Handlungsspektrum tragen mit dazu bei, dass die Kinder schon in dieser Phase eine Wertschätzung ihrer Individualität erfahren. Das Potential der Kinder ist für die soziale Umwelt bekanntlich nicht immer offensichtlich. Oft kann erst das einfühlsame Beobachten der Kinder durch entsprechend geschulte Vertrauenspersonen Hinweise auf das besondere Potential der Kinder geben.
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Talentförderung wird in Deutschland bislang nicht systematisch betrieben. Tatsächlich befassen sich bundesweit nur einige wenige Einrichtungen mit diesem Thema, im Unterschied zur so genannten Hochbegabtenförderung, die zwar ebenfalls nicht systematisch betrieben dafür aber schon mehr – wenn auch teilweise negativ ‐ im öffentlichen Bewusstsein verankert ist. Die Verhältnisse in der Region Hannover und wie die der Gemeinde Wedemark dürften sich insofern nicht von denen anderer Großstadtregionen unterscheiden.
Die Eltern und besonders die Erzieher/innen in den Kindertagesstätten haben eine Schlüsselrolle für die Entdeckung und Förderung von Talenten. In jedem Fall handelt es sich um Kinder mit besonderen Bedürfnissen.
50 Prozent der Begabungen unerkannt
In Niedersachsen ist die Begabungsförderung zwar gesetzlich verankert. Dennoch bleiben mehr als 50 Prozent der Begabungen unerkannt. Dies betrifft insbesondere Kinder aus bildungsfernen und sozial schwachen Elternhäuser sowie Kinder mit Migrationshintergrund, die meistens institutionell nicht erreicht werden. Ähnliches gilt für Kinder, bei denen eine Behinderung vorliegt, wobei besondere Begabungen paradoxerweise mit Lernschwierigkeiten wie z. B. Rechenschwäche, Lese‐ und Rechtschreibschwäche oder ADHS einhergehen können.
Das Erhalten des Status quo bedeutet, dass schöpferische Begabungen und Fähigkeiten (Gaben) in großem Stil verschwendet werden, was weder aus Sicht der individuell Betroffenen noch aus gesellschaftlicher Sicht zu rechtfertigen ist. Die Kooperationspartner gegen davon aus, dass jeder Mensch mit mehr oder weniger Talenten - Gaben - ausgestattet ist, die meistens im Verborgenen liegen.
Um welche Talente geht es?
Die nicht offenkundigen Talente, insbesondere bei Kindern in den bildungsfernen Schichten - sollen in folgenden Bereichen möglichst früh entdeckt und früh gefördert werden:
- Kunst (Musik, Sprache, Malerei, Theater usw.)
- Technik und Naturwissenschaften
- (Kunst)Handwerk (Töpfern, Weben, Drucken, Arbeit mit dem Werkstoff Holz)
- Soziale und kommunikative Kompetenz
- Sport (Schach, Zirkus, Tanzen, Schwimmen usw., ausgenommen sind die Breitensportarten)
Das Ziel des frühen Entdeckens von Talenten in diesen Bereichen soll auf folgende Art und Weise erreicht
werden:
- Eltern, Kindereinrichtungen und sonstige Personen können dem „Talente‐Netzwerk“ Talente im Kindergarten und Grundschulalter zur Förderung vorschlagen. Die Beteiligung der genannten Zielgruppen soll durch ein intensives öffentliches Kommunikationskonzept erreicht werden
- In Diagnostik und Beratung ausgebildete ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren kennen bildungsferne Familien, sie identifizieren Talente in den Familien, beraten die Eltern und die pädagogischen Betreuer/innen in den außerschulischen Einrichtungen außerhalb der Kindertagesstätten im Rahmen des „Talente‐Netzwerkes“.
- Grundsätzlich wird angestrebt, für jede Kindertagesstätte zunächst in der Gemeinde Wedemark und danach im Einzugsbereich der vhs Hannover Land jeweils eine Fachkraft in Diagnostik und Beratung im Rahmen des Talente‐Netzwerkes auszubilden.
Die jungen Talente sollen durch Indivual‐ und/oder durch Gruppenmaßnahmen gefördert werden, je nachdem, welches Talent das jeweilige Kind hat und welche Betreuung es bedarf:
- Ein Mentor oder eine Mentorin des Talente-Netzwerkes geben ihr Können und Wissen direkt an ein Kindertalent weiter
- Ein Talenthelfer bzw. eine Talenthelferin des Netzwerkes übernehmen eine Patenschaft für ein oder
- mehrere Kinder und finanzieren besondere Fördermaßnahmen
- Mehrere Talente werden in themenorientierten Klein‐Gruppen durch vom Talente-Netzwerk engagierten Personal in besonderen Lernumgebungen gefördert
- Beratung der Eltern und Erzieher durch das Netzwerk
Um zunächst möglichst viele Talente zu entdecken, kommt es darauf an, Kindern in ihren alltäglichen Lebensräumen zu begegnen, sei es in Familien, Kindertagesstätten oder in anderen Einrichtungen, wo Kinder spielen. Die weite Spanne der Bedürfnisse begabter Kinder bedarf einer sensibilisierten und geschulten Wahrnehmungsfähigkeit durch Erzieher/innen und anderer Vertrauenspersonen. Ihr Einfühlungsvermögen, ihre Fachkompetenz und ihr Handlungsspektrum tragen mit dazu bei, dass die Kinder schon in dieser Phase eine Wertschätzung ihrer Individualität erfahren. Das Potential der Kinder ist für die soziale Umwelt bekanntlich nicht immer offensichtlich. Oft kann erst das einfühlsame Beobachten der Kinder durch entsprechend geschulte Vertrauenspersonen Hinweise auf das besondere Potential der Kinder geben.
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